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Work and Travel: Unterwegs richtig krankenversichert

Blogbeitrag

Work and Travel: Unterwegs richtig krankenversichert

Work & Travel

Einblicke in eine neue Arbeitswelt, enger Kontakt zu Land und Leuten und das Erleben einer fremden Kultur – Work and Travel ermöglicht den Alltag dort zu verbringen, wo andere nur Urlaub machen.  
Eine Reise dieser Art ist mit wesentlich mehr organisatorischem Aufwand verbunden, als zwei Wochen Pauschalurlaub auf Mallorca: Neben Aufenthalts- und/oder Arbeitserlaubnis ist die passende Krankenversicherung extrem wichtig. Um das Abenteuer möglichst sorgenfrei angehen zu können, sollten angehende Work and Traveller sich deshalb frühzeitig mit dem Thema beschäftigen.

So nah und doch so fern – auf nach Europa!

Grundsätzlich spielt es eine entscheidende Rolle, wo die Reise hingeht. Wer sein Work and Travel innerhalb der EU plant, hat einen großen Vorteil: Der Versicherungsschutz der deutschen Krankenkassen gilt hier auch weiterhin. Ebenfalls versichert ist man in den Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz sowie in Ländern, mit denen ein sogenanntes Sozialversicherungsabkommen gilt – also Israel, Tunesien oder der Türkei. Allerdings hat die Sache einen Haken: Der Schutz für Reisende ist in diesen Ländern eingeschränkt. Die gesetzlichen Krankenkassen aber auch viele Privatversicherer erstatten nur die Kosten, die für die gleiche Behandlung in Deutschland angefallen wären. Deshalb ist es wichtig, dass man den Umfang seines Versicherungsschutzes schon vor jeder Reise mit seinem Krankenversicherer klärt. Ist eine Behandlung im Ausland teurer als in Deutschland, bleibt der Patient meist auf den Differenzbeträgen sitzen. Außerdem werden kostspielige Krankenrücktransporte oft nicht übernommen. Um optimal abgesichert zu sein, ist eine private Auslandskrankenversicherung notwendig.

Bis ans andere Ende der Welt

Die meisten Reisenden zieht es allerdings nicht nach Europa sondern in die Ferne: Australien, Neuseeland sowie die USA und Kanada sind die beliebtesten Reiseziele beim Work and Travel. Es ist daher besonders wichtig, bei der Auslandskrankenversicherung darauf zu achten, dass der Tarif das jeweilige Land auch wirklich absichert. Insbesondere die USA und Kanada schließen Versicherer häufig aus, da die Kosten im Krankheitsfall meist sehr viel höher sind als in Deutschland.

Der Teufel steckt im Detail

Worauf muss man nun bei einer Auslandkrankenversicherung für ein Work and Travel achten?
Hier die wichtigsten Tipps:

  • Dauer: Herkömmliche private Auslandkrankenversicherungen, die viele für ihre Urlaube abgeschlossen haben, sind für einen Work and Travel-Aufenthalt nicht ausreichend. Diese Tarife decken nämlich maximal einen Zeitraum von 42-56 Tagen je Reise ab. Man braucht also eine spezielle Langzeit-Versicherung, die – je nach Tarif – zwischen einem und fünf Jahren greift. Manche Versicherer bieten auch Tageskontingent-Absicherungen an, die auf den Tag genau gelten. Die maximale Tariflaufzeit beträgt hier meistens 365 Tage. Ist man also mehr als 56 Tage und weniger als 366 unterwegs, macht diese Option Sinn.
  • Flexibilität: Die Versicherungsdauer sollte man problemlos verkürzen oder verlängern können, falls sich an der Reiseplanung etwas ändert. Bei einer Verlängerung tun sich Versicherer allerdings häufig schwer. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man im Vorhinein lieber eine längere Laufzeit wählen.
  • Selbstbehalt: Bei einer Police mit sogenanntem Selbstbehalt muss man bei jeder Inanspruchnahme der Versicherung einen bestimmen Anteil der Kosten selbst tragen – in der Regel einen festen Betrag zwischen 50 und 100 Euro. Erst wenn die Behandlungs-kosten diesen Betrag überschreiten, kommt die Versicherung ins Spiel. Versicherungen mit Selbstbehalt sind in der Regel deutlich günstiger als Policen mit hundertprozentiger Kostenübernahme. Allerdings läuft man hierbei Gefahr, dass man im Falle zahlreicher Arztbesuche letztlich hohe Kosten selbst übernehmen muss. 
  • Obergrenze: Man sollte darauf achten, dass die Versicherung bei der Übernahme von Behandlungskosten keine Obergrenze hat oder dass diese zumindest ausreichend hoch ausfällt. Auch hier droht man sonst auf Kosten sitzenzubleiben.
  • Zahnbehandlung/-ersatz: Die Übernahme von Zahnbehandlungs- oder Kosten für Zahnersatz werden meist gesondert vereinbart. Wer Zahnprobleme hat, sollte in jedem Fall darauf achten, dass es hierfür keinen Selbstbehalt und insbesondere keine Obergrenze gibt. Außerdem ist die Erstattung der Kosten häufig erst nach Ablauf einer Wartezeit von einigen Monaten möglich.
  • Rücktransport: In puncto Rücktransport wird bei den einzelnen Versicherern zwischen "medizinisch notwendig" und "medizinisch sinnvoll" unterschieden. Damit man im Notfall nicht ausschließlich vom Urteil des behandelnden Arztes abhängig ist, sollte man bei der Wahl der Versicherung auf die Formulierung "medizinisch sinnvoll" achten.

Zahlreiche Punkte also, die man berücksichtigen muss. Ist allerdings alles gut durchdacht und organsiert, steht dem Abenteuer Work & Travel nichts mehr im Wege und man kann sich auf eine unvergessliche Erfahrung freuen.

 
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