Zwei junge Männer sitzen auf dem Sofa.

Versicherungen für deine erste eigene WohnungDurchstarten ins Leben

Ein großer Schritt in die eigene Unabhängigkeit: die erste eigene Wohnung.

Endlich kannst du machen, was du willst, aber hast ab jetzt auch viel finanzielle Verantwortung. Welche Kosten kommen mit der ersteneigenen Wohnung auf dich zu und welche Versicherungen solltest du haben? Hier findest du alle Antworten für den perfekten Start in deine Zukunft.

Eine Person übergibt einer anderen einen Hausschlüssel mit Haus-Anhänger.

Was kostet die erste eigene Wohnung wirklich?

Bevor du deine Umzugskisten packst, solltest du genau nachrechnen: Was kostet mich meine neue Wohnung wirklich? Mit einem realistischen Kostenplan kannst du besser entscheiden, welche finanzielle Belastung du tragen musst und was du dir leisten kannst. Nimm bei deiner Rechnung drei Kostenarten unter die Lupe:

  1. Einmalige Kosten für Anmietung, Umzug und Einrichtung
  2. Laufende Fixkosten für den Unterhalt der Wohnung und Versicherungen
  3. Lebenshaltungskosten rund um den Alltag in der Wohnung

Einmalige Kosten

Zu den einmaligen Kosten für die erste eigene Wohnung zählt alles, was du für den Start und den Umzug benötigst:

  • Umzugsmaterial (Kartons, Transporter, eventuell professionelle Hilfe)
  • Möbel und (technische) Erstausstattung
  • Eventuelle Renovierungskosten
  • Verwaltungskosten (Ummeldungen, Nachsendeaufträge usw.)
  • Kaution für die Wohnung (meist 3 Nettokaltmieten)

Den notwendigen Betrag kannst du durch Onlinerecherchen und einen Blick in den Mietvertrag genau kalkulieren. Und hier kannst du viel Geld sparen: Du musst nicht gleich voll ausgestattet einziehen, Essentials wie Bett, Kühlschrank und Waschmaschine reichen zunächst aus. Die Kaution für die Wohnung ist der wichtigste und meist größte Kostenpunkt. Du musst sie vor Übergabe der Wohnung auf einem speziellen Konto hinterlegen.

Laufende Kosten

Die laufenden Fixkosten spielen im Budget für deine erste eigene Wohnung eine enorme Rolle. Sie umfassen alles, was das Leben in deinen vier Wänden am Laufen hält:

  • Miete (Kaltmiete + Betriebskosten für Wasser, Heizung, Müllabfuhr usw.)
  • Strom
  • Internet
  • Rundfunkbeitrag (GEZ)
  • Versicherungsbeiträge

Während die Miete oder der Rundfunk-Beitrag nicht verhandelbar sind, kannst du bei anderen laufenden Kosten viel Geld sparen. Vergleiche Anbieter für Strom oder Internet und lass dich von deiner OVB Finanzberaterin oder deinem OVB Finanzberater zu den besten Versicherungen für deinen Bedarf informieren. Sie helfen dir, Policen zu verstehen, und eine langfristige Finanzstrategie zu entwickeln.

Finanzberater finden

Lebenshaltungskosten

Dein Kühlschrank soll voll, deine Wäsche gewaschen und dein Zuhause einladend sein: Die alltäglichen Lebenshaltungskosten für die erste Wohnung werden manchmal unterschätzt. Denn die Einzelbeträge sind überschaubar, können aber zusammen ganz schön ins Geld gehen. Ein Haushaltsbuch (etwa als App) unterstützt dich dabei, diese Kosten nicht aus den Augen zu verlieren und deine Einkäufe besser zu planen.

Checkliste für die erste eigene Wohnung

  • Mietvertrag prüfen: Sind Kaltmiete, Nebenkosten, Wohnungsgröße usw. korrekt eingetragen? Sind alle Klauseln gesetzeskonform?
  • Ummeldung durchführen: Neue Adresse beim Einwohnermeldeamt angeben, eventuell Auto ummelden.
  • Stromanbieter finden: Auf Vergleichsportalen nach dem bestem Tarif für deine Adresse suchen. Auf Preisgarantien und Mindestlaufzeiten achten.
  • Internet organisieren: Anbieter vergleichen und Vertrag abschließen. Achte nicht nur auf Preise und Downloadgeschwindigkeiten, sondern auch auf Uploads und mögliche Geschwindigkeitsbegrenzungen.
  • Versicherungen prüfen: Nicht nur für die Wohnung, sondern auch für dich – sind alle Policen aktuell und passen sie zu deinem Leben? Deine OVB Finanzberatung unterstützt dich dabei.
  • Haushaltsbudget festlegen: Wie viel deines Gehalts oder deiner Beihilfen kannst du monatlich für Lebenshaltung usw. ausgeben? Wie hoch sind alle monatlichen Kosten für die Wohnung?
  • Notgroschen aufbauen: Auf einem Tagesgeldkonto Geld für Notfälle, wichtige Reparaturen usw. parken. Erreiche in etwa das Drei- bis Sechsfache der monatlichen Kosten bzw. drei Nettomonatsgehälter.

Welche Versicherungen sind für die erste Wohnung wichtig?

Sobald du bei deinen Eltern ausziehst, bist du auf dich allein gestellt – auch bei notwendigen Versicherungen. Hier sind die wichtigsten Grundlagen:

Privathaftpflichtversicherung

Die Privathaftpflicht ist ein absolutes Must-have. Checke, ob du noch bei deinen Eltern mitversichert bist, sobald du in die erste eigene Wohnung ziehst. Wenn nicht, berät dich deine OVB Expertin oder dein OVB Experte zur eigenen Police. Achte unbedingt darauf, dass Mietsachschäden in deinem Tarif abgedeckt sind.

Hausratversicherung

Die Hausratversicherung greift bei Einbruch, Bränden, Wasserschaden usw. Sie bewahrt dich im Ernstfall davor, dass du neue Möbel, Technik oder persönliche Gegenstände selbst bezahlen musst. Kostet vergleichsweise wenig, kann ziemlich viel. Deine OVB Finanzberatung hilft dir bei der Auswahl.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Wenn du berufsunfähig wirst, fällt oft ein großer Teil deines Einkommens weg. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann helfen, deine Arbeitskraft und damit deine finanzielle Grundlage abzusichern. Gerade in jungen Jahren profitierst du häufig von niedrigeren Beiträgen und besseren Konditionen. Lass dich hierzu am besten beraten.

Optionale Versicherungen

Gemeinsam mit deiner OVB Finanzberaterin oder deinem OVB Finanzberater findest du heraus, ob folgende Versicherungen (schon jetzt) für dich wichtig sind:

  • Rechtsschutz
  • Unfallversicherung
  • Krankenzusatzversicherung
Infografik: Versicherungen für deine Wohnung

Finanzen organisieren: Das solltest du frühzeitig beachten

Ab jetzt bist du dein eigener Boss und solltest deine Finanzen immer im Griff haben. Damit am Ende des Geldes nicht zu viel Monat übrig ist, kannst du drei Dinge tun:

1. Haushaltsbudget erstellen:

Wie viel Geld nimmst du monatlich ein, was gibst du jeden Monat aus? Die Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben hilft dir dabei, besser mit deinem Geld umzugehen. Am einfachsten geht’s mit Apps und einem regelmäßigen Blick aufs Konto.

2. Notgroschen aufbauen:

Waschmaschinen gehen kaputt, Autos bleiben liegen usw. Mit einem Notgroschen in Höhe von drei bis sechs Nettomonatsgehältern bist du auf solche Überraschungen vorbereitet. Parke das Geld getrennt von deinem Girokonto – zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto.

3. Daueraufträge und Konten organisieren:

Richte für laufende Zahlungen Daueraufträge bzw. Lastschriftverfahren ein. So zahlst du immer pünktlich und kannst das Geld nicht aus Versehen für anderes ausgeben. Viele Banken bieten Unterkonten zum Girokonto an. Damit dein Wohnungskonto immer gut gefüllt ist, richte einen Dauerauftrag von deinem Gehaltskonto ein.

Häufig gestellte FragenErste eigene Wohnung

Was die erste eigene Wohnung kostet, hängt von vielen Faktoren ab – Miete, laufende Neben- und Betriebskosten, Einrichtung usw. Willst du wissen, ob du dir deine Wohnung leisten kannst, erstelle vor dem Umzug eine genaue Kalkulation aller Einmal-, Fix- und Lebenshaltungskosten. Vergleichsportale helfen beim Tarifvergleich für Strom oder Internet, die OVB Finanzberatung unterstützt dich bei Versicherungen.

Für deine erste eigene Wohnung benötigst du mehrere Versicherungen: Die Privathaftpflicht ist besonders wichtig und sollte Mietsachschäden abdecken. Eine Hausratversicherung bewahrt dich davor, im Schadensfall eine neue Einrichtung zahlen zu müssen. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung solltest du ebenfalls früh starten, um von niedrigen Konditionen zu profitieren.

Wie viel Miete du dir leisten kannst, hängt von deiner finanziellen Situation ab. Grundsätzlich sollte die Warmmiete höchstens 30 % deines Nettoeinkommens ausmachen, damit du dir neben der Miete auch noch andere Dinge leisten kannst.

Wie hoch dein Notgroschen sein sollte, hängt von deiner Lebenssituation ab. Bist du als Single nur für dich selbst verantwortlich, sind zwei bis drei Nettomonatsgehälter empfehlenswert. Als Familie mit Kindern sind mindestens drei Nettomonatsgehälter sinnvoll. Freelancer sollten ein besonders dickes Polster anlegen, da die Auftragslage stark schwanken kann.

Auf deiner Checkliste für die erste eigene Wohnung sollten vorwiegend die Posten Einrichtung, Finanzen, Verwaltung und Versicherungenstehen. Bei der Einrichtung gehst du Zimmer für Zimmer vor und schreibst auf, was du benötigst. Zu den Finanzen gehören alle Einnahmen und Ausgaben, die du auf Konten organisieren musst. Die Verwaltung umfasst Ummeldungen und Nachsendeaufträge, bei den Versicherungen überprüfst du gemeinsam mit deiner OVB Finanzberatung, welche Policen du benötigst. 

Für deine erste eigene Wohnung musst du viele finanzielle Entscheidungen treffen. Je früher und genauer du planst, desto geringer wird das Risiko böser Überraschungen. Wie die richtige Kombination aus Budgetplanung, Absicherung und Vorsorge für deine Lebenssituation aussieht, findest du am besten in einer individuellen Beratung heraus. Vereinbare jetzt einen Termin mit deiner OVB Finanzberaterin oder deinem OVB Finanzberater.