Vertriebe sind wohl die beste Messlatte für den Status Quo des Altersvorsorgemarktes. Das Angebotsspektrum ist breit, die Kundennähe groß. Es lässt daher aufhorchen, wenn Mario Freis, CEO der OVB Holding, 4,55 Mio. Kunden (rd. 613.000 hierzulande), mit einem guten Schuss Optimismus auf den europäischen und vor allem hiesigen Altersvorsorgemarkt blickt.
Der Finanzvertrieb OVB hat im vergangenen Jahr den Umsatz und die Kundenzahl steigern können. Wir haben uns mit dem Vorstandsvorsitzenden Mario Freis und IT-Vorstand Heinrich Fritzlar unter anderem über die Entwicklung des Kölner Unternehmens, das rückläufige Deutschlandgeschäft, neue Geschäftsmodelle und Perspektiven im Vermittlermarkt unterhalten.
Es ist seit vielen Jahren eine Binsenweisheit, dass die staatliche Rente für einen komfortablen Lebensabend nicht ausreicht. Für die meisten von uns führt kein Weg an der privaten Vorsorge vorbei. Dabei sind die Leser des NebenwerteJournal als aktive Börsianer eine Minderheit, während für viele der Kapitalmarkt und die private Vorsorge Themen sind, die ungern angepackt werden.
1970 in Köln gegründet, zählt die OVB-Gruppe heute zu den führenden europäischen Allfinanzvertrieben. 2023 ist das erste volle Geschäftsjahr nach Ende der Pandemie und zugleich eines der strategischen Neuausrichtung: Ende 2022 wurde die vorige Strategieperiode abgeschlossen, nun wird die neue verabschiedet. Zeit für ein Fazit und einen Blick nach vorne.
Mario Freis, Vorstandschef der börsennotierten OVB aus Köln, über den Vorteil der europaweiten Präsenz des Finanzvertriebs, die Suche nach neuen Beratern und die Frage, ob sich die Versicherer als Großaktionäre eigentlich ins Tagesgeschäft einmischen.