E-Mobility – Fahren wir in Zukunft elektronisch?

E-Mobility – Fahren wir in Zukunft elektronisch?

E-Mobilität zählt aktuell zu den großen Trends der Umweltbranche und gilt als wichtiger Faktor bei der Umsetzung eines klimaschonenden und nachhaltigen Verkehrssystems. Doch was macht die neue Technologie so wichtig?

 
 

E-Mobility – Fahren wir in Zukunft elektronisch?

E-Mobilität zählt aktuell zu den großen Trends der Umweltbranche und gilt als wichtiger Faktor bei der Umsetzung eines klimaschonenden und nachhaltigen Verkehrssystems. Doch was macht die neue Technologie so wichtig?

Ohne Elektromobilität und Elektroautos wäre das Energiekonzept der Zukunft nicht denkbar. So sieht das auch die europäische Politik. Die deutsche Bundesregierung beispielsweise hat in den letzten Jahren zahlreiche Förderprogramme für E-Mobilität verabschiedet, die in erster Linie den Preisunterscheid zwischen Elektroautos und herkömmlichen PKWs reduzieren sollen. Außerdem stehen der Ausbau und die Verbesserung der Ladeinfrastruktur im Fokus. Große Fortschritte blieben bislang allerdings aus: Der Marktanteil von Elektroautos ist noch immer verschwindend gering.[1] Staatliche Förderung kann aber auch erfolgreich sein. In Norwegen zum Beispiel lag der Anteil der E-Fahrzeuge 2014 schon bei 12 Prozent.[2]

Worin bestehen die Vorteile?

Mit E-Mobility soll eine neue Ära beginnen. Aber warum? Worin bestehen eigentlich ihre konkreten Vorteile?

  • Energieeffizienz: Im Vergleich zu herkömmlichen Kraftfahrzeugen verbrauchen E-Fahrzeuge deutlich weniger Energie. Zusätzlich kann die in den Batterien gespeicherte Energie in das elektrische Netz zurückgeführt werden, wenn sie nicht verwendet wird.
  • CO2 Reduktion: E-Mobility trägt zur Verbesserung der Klimabilanz bei, da die Fahrzeuge deutlich geringere CO2-Emissionen aufweisen.
  • Kosteneffizienz: Elektromotoren beinhalten kaum bewegliche Teile, was zu einem geringeren Wartungsaufwand, zum Beispiel beim Ölwechsel, führt. Das Resultat: Sowohl Betriebs- als auch Wartungskosten sind deutlich niedriger als bei Verbrennungsmotoren.
  • Verringerung der Öl-Abhängigkeit: Mehr Elektrofahrzeuge bedeuten weniger Bedarf an Erdöl und damit eine Reduktion der Importabhängigkeit des Rohstoffes.
  • Weniger Lärmbelastung: Elektromotoren laufen quasi geräuschlos. Vor allem im Stadtverkehr könnte dadurch die Lärmbelästigung gesenkt werden.
  • Kundenvorteile: Die Nutzung von Elektro-Fahrzeugen bietet einige Goodies für seine Nutzer. Dazu zählen beispielsweise steuerliche Vorteile und gesonderte Parkplätze für die E-Fahrzeuge.

Hier lässt sich viel Geld verdienen

Die Vorteile für den Kunden liegen auf der Hand, entsprechend entstehen im Markt gerade zahlreiche neue Ideen für Dienstleistungen und Produkte. Das ökonomische Potenzial ist enorm. Das haben auch viele branchenferne Akteure erkannt und wollen nun mitmischen. Beispielsweise stellt die Fast-Food-Kette McDonalds ihren Kunden Säulen zum Aufladen auf den Parkplätzen zur Verfügung und auch die Hotelkette Radisson Blu bietet Gästen die Möglichkeit des kostenlosen Aufladens.[3] Immer mehr Unternehmen wollen auf den „E-Zug“ aufspringen und damit ihr Umweltbewusstsein demonstrieren.

Es gibt noch einige Baustellen

Trotz des enormen Potenzials gibt es allerdings noch einiges zu tun. Die Reichweite der E-Autos ist noch immer relativ gering, was in Kombination mit der langen Ladedauer alles andere als optimal ist. Außerdem sind die Batterien kostenintensiv und die Lebensdauer dafür vergleichsweise gering. Ein weiterer wichtiger Faktor sind einheitliche Nutzungsstrukturen. Das Zauberwort für den Markterfolg heißt „Ease of Use“, also Benutzerfreundlichkeit. Beispielsweise sollte der Kunde die Möglichkeit haben, mit einer einzigen E-Ladekarte sein Fahrzeug flächendeckend mit Strom zu versorgen, anstatt etliche Tankkarten besitzen zu müssen. Dafür müssen die unterschiedlichen Anbieter aber zusammenarbeiten und das Wohl des Kunden über die eigene Gewinnmaximierung stellen.

Auch wenn die Idee einer sich elektronisch fortbewegenden Gesellschaft noch nicht ganz ausgereift ist, setzen Regierungen ihre Hoffnungen auf diesen Trend. Laut Zielsetzung der deutschen Bundesregierung soll der Anteil an regenerativen Energien im Jahr 2030 um die 55 Prozent betragen, zudem sollen sechs Millionen Elektrofahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein.[4] Ob dieser Plan aufgeht, werden die nächsten Jahre zeigen.

 


[1] mann-hummel

[2] zukunftsinstitut

[3] zukunftsinstitut

[4] bundesregierung

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