Woher kommt die Angst vor Aktien und Co.?

Woher kommt die Angst vor Aktien und Co.?

Wenn’s um Geld geht, bleiben Europäer lieber auf der sicheren Seite. Das bestätigt das Investmentbarometer 2017 des GfK Vereins. Vor allem jüngere Generationen haben wenig Lust auf Risiko.

 
 

Woher kommt die Angst vor Aktien und Co.?

Wenn’s um Geld geht, bleiben Europäer lieber auf der sicheren Seite. Das bestätigt das Investmentbarometer 2017 des GfK Vereins. Vor allem jüngere Generationen haben wenig Lust auf Risiko.

Wir befinden uns in einer Niedrigzinsphase, die Renditen sind verschwindend gering und die Inflation tut ihren Rest. Traditionelle Anlageformen sind heute alles andere als lukrativ. Und trotzdem bringen viele Europäer ihr Geld auch weiterhin aufs altbewährte Sparbuch – in Deutschland sind es rund 40 Prozent der Bevölkerung. Ein Investment in Aktien und Fonds wirft eindeutig höhere Renditen ab, ist den meisten Europäern aber nicht geheuer: Lediglich sieben Prozent der Italiener, 13 Prozent der Franzosen und 19 Prozent der Briten schätzen Aktien als attraktive Anlageform ein.1 Vor allem die junge Generation ist hier zögerlich: Eine amerikanische Studie ergab, dass zirka 80 Prozent der Millennials zwar sparen, aber ihr Geld nicht am Aktienmarkt investieren.2 Wieso zeigt sich gerade die Generation Y so zurückhaltend?

Es herrschen Unwissenheit und Vorurteile 

An der Börse wird mit Aktien gehandelt, soweit so gut. Aber bei Depots, Derivaten und binären Optionen hört das Wissen der meisten Verbraucher auch schon wieder auf. Und was haben Bulle und Bär mit der ganzen Geschichte zu tun? Die Börsenwelt ist kompliziert und 34 Prozent der Millennials geben zu, dass sie einfach zu wenig Verständnis und Erfahrung  haben, um sich ans Trading heranzuwagen. Vor allem junge Frauen zeigen hier wenig Interesse. Zudem hat die Börse ein echtes Imageproblem. Und das nicht nur wegen der Finanzkrise 2008. Millennials verbinden mit dem Aktienmarkt häufig Räume voller Broker die in ihre Telefone brüllen, skrupellose alte Männer in teuren Anzügen und exzessive Partys im Stil von Wolf of Wall Street.3

Leben im Hier und Jetzt

Grundsätzlich haben junge Menschen eher weniger Lust, an ihre finanzielle Zukunft zu denken. Sie geben ihr Geld lieber in der Gegenwart aus. Ein neues Smartphone, Konzertkarten für die Lieblingsband und abends lecker essen gehen mit den besten Freunden – kleine Freuden auf die sie einfach nicht verzichten wollen. Ein Phänomen, das Ökonomen „Zeitpräferenz“ nennen.4  Einfach ausgedrückt: Anstatt ihr Geld für später anzulegen, wollen Millennials lieber sofort schöne Dinge besitzen oder erleben. Und wenn sie doch Geld beiseitelegen, dann lieber für ein konkretes Ziel wie einen Road Trip durch Kanada. Das fällt leichter als das Sparen für so etwas Abstraktes wie die Rentenzeit.

Die Finanzwelt rüstet nach

Den Vermögensaufbau mit Aktien und Fonds komplett zu vermeiden, sollte aber gerade für die Generation Y keine Option darstellen. Sie brauchen die höheren Erträge der risikoreicheren Anlagen, um nachhaltig für den Ruhestand vorzusorgen. Deswegen rüstet die Finanzwelt jetzt nach. Zahlreiche Online-Beiträge, Tutorials und Finanz-Apps sollen die Börsenwelt für Millennials attraktiver und zugänglicher machen. Aktienhandel für jeden lautet die Devise. Mit dem Smartphone die Ein- und Ausgaben immer im Blick behalten, das Aktien-Portfolio managen und dabei alle Investment-Optionen im Blick haben – so wird das Thema Vorsorge selbst für junge Menschen greifbarer. Hierbei ist es aber notwendig, sich ausführlich mit dem Thema zu beschäftigen. Wer Hilfe benötigt, um Fehlinvestitionen zu vermeiden, sollte sich einen Finanzberater an Bord holen – beispielsweise von der OVB.

1 GfK Investmentbarometer 2017
2 businesswire.com
3 entrepreneur.com
4 n-tv.de

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