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Digitale Fitness – Senioren legen langsam nach

Moderne Technik ist nur etwas für junge Menschen? Nicht wirklich. Immer mehr Senioren fangen an, sich für digitale Produkte zu interessieren – und das trotz einiger Hürden. 

 

Digitale Fitness – Senioren legen langsam nach

Den Urlaub im Internet buchen, Online-Überweisungen tätigen und per Smartphone kommunizieren – all das ist für die meisten Menschen heutzutage Alltag. Daher ist es wenig überraschend, dass mittlerweile auch die älteren Semester nach und nach digitaler unterwegs sind.1

Immer häufiger ist es vor allem der Faktor Kommunikation, der die Best Ager zum Schritt in die digitale Welt bewegt.2 In der Familien-Gruppe bei WhatsApp, in der Fotos geteilt und die nächsten Treffen geplant werden, möchten auch Oma und Opa nicht fehlen. Das Interesse der Senioren für digitale Medien ist vorhanden. Aber zeigt sich das auch in ihrem Nutzungsverhalten?

Alterskluft in der digitalen Welt

Die Digitalisierung nimmt zweifelsfrei einen großen und wichtigen Teil unseres Lebens ein. Daher ist es für die Teilhabe an der Gesellschaft grundlegend, dass alle Menschen gleichermaßen Zugang zu digitalen Angeboten haben und auch in der Lage sind, diese kompetent zu nutzen.3 Gerade für ältere Menschen ist es wichtig, den Anschluss nicht zu verpassen, denn Technologien können ihren Alltag enorm erleichtern. Studien zeigen allerdings, dass die Silver Ager bei der Digitalisierung bislang – trotz steigendem Interesse an digitalen Produkten – oftmals auf der Strecke geblieben sind. Die digitale Alterskluft zwischen Jung und Alt ist demnach noch immer groß. Während für 77 Prozent der 14- bis 29-Jährigen digitale Technologien eine sehr große oder eher große Bedeutung haben, sind es bei Menschen ab 65 Jahre gerade einmal 19 Prozent.4

Unsicherheit und fehlende Angebote

Vor allem ältere Menschen haben häufig Berührungsängste mit der digitalen Welt. Wo Digital Natives unbekümmert neue Technologien ausprobieren, regieren bei der älteren Generation Zweifel und Zurückhaltung. Die Angst, etwas falsch zu machen, ist groß.5 Das soll nicht heißen, dass Senioren digitale Produkte prinzipiell ablehnen. Im Gegenteil. Oft fehlen lediglich passende Angebote, um sie an die digitale Technik heranzuführen.6

Wie die Silver Ager digital fit werden

Ein Forschungsprojekt im nordrhein-westfälischen Elsoff zeigt, wie ältere Menschen an die neue Technik herangeführt werden können. Neben regelmäßigen Workshops für Senioren werden dort auch Online-Trainingssoftwares sowie Online-Gottesdienste getestet. Auch in Schweden wird die ältere Generation mit innovativen Methoden digital fit gemacht: In bislang einzigartigen Kursen erklären Flüchtlinge den Senioren die digitale Welt. Eine Win-win-Situation: Weil sie oft die Sprache noch nicht perfekt beherrschen, sprechen die Flüchtlinge vergleichsweise langsam, sodass die älteren Herrschaften die Inhalte besser verstehen. Den Flüchtlingen helfen die Kurse dabei, die Sprache des Landes schneller zu lernen und sich besser zu integrieren.7 Und das sind nur zwei von vielen Beispielen. Europaweit entstehen immer mehr originelle Ansätze, um die älteren Semester mit der digitalen Welt vertraut zu machen.

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