Money Mindset: So wichtig ist die eigene Einstellung zum Geld

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Junge Frau mit positivem Money Mindset
Das Wichtigste zum Thema Money Mindset

Lesezeit: ca. 5 Minuten

  • Das Money Mindset beschreibt das eigene Geldbewusstsein bzw. die Einstellung zu diesem Thema. Das Mindset umfasst eine Vielzahl an Affirmationen, die uns und unser Leben beeinflussen.
  • Negativ behaftete Affirmationen verschlechtern unser Wohlbefinden und unseren Umgang mit Geld. Deshalb ist es wichtig, die eigenen Affirmationen zu hinterfragen und genau zu prüfen.
  • Negative können in positive Glaubenssätze umgewandelt werden, um zu einem optimistischen Denken und einem achtsameren Umgang mit sich selbst zu kommen.
  • Wer sich ein positives Mindset geschaffen hat, hat es leichter, Ordnung in seine Finanzen zu bringen und zufriedener durchs Leben zu gehen.

Nicht erst seit gestern weiß man, wie sehr innere Glaubenssätze unser Leben bestimmen – positive wie negative. In Bezug auf unsere Finanzen stößt man dabei immer wieder auf das Thema „Money Mindset“. Aber was ist das eigentlich, was ist dran am Trend des neuen Geldbewusstseins und wie beeinflusst uns unsere innere Einstellung im Alltag?

Positive Affirmationen sind in aller Munde. Durch die Entwicklung und Verinnerlichung positiver Glaubenssätze sollen nicht nur das eigene Selbstbewusstsein verbessert werden, sondern auch die Karriere, die Beziehung – und jetzt auch die eigenen Finanzen. Klar ist: Viele Menschen hängen tendenziell eher negativen Glaubenssätzen nach, ob bewusst oder unbewusst. Dass positives Denken zu unserem Wohlbefinden und letztlich zum eigenen Erfolg beiträgt, ist aber schon seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Durch viel Training, Selbstreflexion und Achtsamkeit ist es möglich, die eigenen negativen Glaubenssätze aufzudecken und zu entkräften.

Was bedeutet Money Mindset?

Wenn es um unsere Finanzen geht, hat sich der Begriff „Money Mindset“ etabliert. Gemeint ist damit unsere innere Einstellung zum Thema Geld, also das, was wir über Finanzen denken und glauben, wie wir es sehen und was wir dabei fühlen. „Mindset“ bedeutet neben der Einstellung auch die Denkweise, Mentalität oder Lebenshaltung einem Thema gegenüber. Das umfasst eine Vielzahl von inneren Glaubenssätzen, die zum Beispiel unser Verhältnis zum Geld oder zu unserer finanziellen Situation an sich beschreiben. Diese Affirmationen können positiv oder negativ sein und stecken in jedem Menschen, auch wenn wir uns ihrer nicht immer bewusst sind.

Wer sich mit dem Thema Money Mindset befasst, stößt schnell auf eine ganze Reihe von Versprechungen: Voller Kontostand, privater und beruflicher Erfolg, mehr Reichtum und Glück im Leben… Ganz so einfach ist es natürlich nicht.

Sich mit den eigenen Affirmationen zu befassen, ist aber definitiv der erste Schritt hin zu einem besseren Geldbewusstsein und einem achtsameren Umgang mit den eigenen Finanzen. Die werden nämlich immer noch gerne vernachlässigt, gerade unter jungen Menschen.

Das Thema gilt als langweilig und kompliziert – dabei ist eine gute finanzielle Bildung schon in jungen Jahren extrem wichtig, um sich selbst versorgen zu können und für die eigene Zukunft abzusichern.

Junge Frau auf der Couch

Was sind Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind innere Überzeugungen, die sich jeder im Laufe seines Lebens aneignet. Das passiert ganz automatisch – durch eigene Erfahrungen, Erziehung, äußere Einflüsse und die Prägung zum Beispiel durch Familie, Freunde, Gesellschaft und Medien. Oft sind wir uns unserer Glaubenssätze bzw. Affirmationen gar nicht richtig bewusst – erst, wenn wir uns genauer damit beschäftigen und feste Denkweisen hinterfragen, können wir solche Glaubenssätze aufdecken.

Dabei gibt es Affirmationen im Unterbewusstsein, die uns guttun, und solche, die uns limitieren. Je nachdem, ob wir unser Denken eher auf die positiven oder negativen Dinge im Leben ausrichten, sind wir im Alltag entweder zufriedener oder pessimistischer unterwegs. Das gilt für das Thema Geld genauso wie für alle anderen Lebensbereiche.

Negative Glaubenssätze zum Geld

Studien haben gezeigt, dass in den meisten Menschen vor allem negative Affirmationen zu Finanzen vorherrschen. Das ist schade, denn negative Gedanken blockieren und hemmen nachweislich unsere alltägliche Zufriedenheit und auch unsere Entscheidungsfähigkeit, wenn es um Geldfragen geht.

Typische negative Glaubenssätze sind zum Beispiel:

  • Ich kann nicht mit Geld umgehen.
  • Geld verdienen wollen ist gierig und egoistisch.
  • Geld macht die Welt und die Menschen schlechter.
  • Ich habe nie genug Geld.
  • Ich habe es nicht verdient, mehr Geld zu besitzen.
  • Sparen bedeutet Verzicht.

Bewegt sich das eigene Money Mindset im negativen Bereich, richten wir unsere Aufmerksamkeit vor allem auf die Dinge, die gerade nicht so gut laufen, zum Beispiel eine größere Ausgabe, zu wenig Gehalt oder etwas, das wir uns nicht leisten können. Das Gute ist, dass hinderliche Glaubenssätze nicht unveränderbar sind, sondern durch positive Affirmationen ersetzt werden können.

So werden daraus positive Glaubenssätze

Der erste Schritt ist es, sich die eigenen Affirmationen überhaupt erst einmal bewusst zu machen. Erst, wenn wir über unsere persönlichen Gedanken Bescheid wissen, können wir aktiv etwas daran ändern. Wichtig ist, sich mit dem Ursprung und den Auswirkungen der eigenen Glaubenssätze zu beschäftigen. Woher kommt die eigene (negative) Einstellung zum Geld? Wie beeinflusst sie das eigene Handeln?

Wer sich selbst besser kennenlernt, hat es leichter, negative in positive Gedanken umzuwandeln. Da sich negative Glaubenssätze oft über Jahre oder Jahrzehnte in uns manifestiert haben, braucht es viel Zeit, um die eigene Einstellung zu verändern. Positives Denken muss gelernt werden, wie jede andere Fähigkeit auch.

Positive Glaubenssätze können zum Beispiel sein:

  • Ich bin achtsam im Umgang mit Geld und kann mich gut einschätzen.
  • Geld verdienen heißt, etwas gut und richtig gemacht zu haben.
  • Geld drückt Wertschätzung aus, mir und meiner Arbeit gegenüber.
  • Mit Geld können wir viel Gutes tun.
  • Geld hilft dabei, mit weniger Sorgen durchs Leben zu gehen.
  • Geld schenkt mir finanzielle Freiheit und Selbstbestimmtheit.
  • Ich bin dankbar für das Geld, das ich besitze.

Welche Gedanken am besten passen, muss jeder für sich persönlich herausfinden. Wer sich seine neuen Glaubenssätze immer wieder in Erinnerung ruft, trainiert nachhaltig sein Unterbewusstsein und seine Fähigkeit zum positiven Denken. Je mehr wir uns mit unseren positiven Affirmationen beschäftigen, desto selbstverständlicher werden gute Gedanken im Alltag.

So beeinflusst das Money Mindset unseren Alltag

Affirmationen sind erst einmal nur in unserem Kopf, aber: Aus Affirmationen entstehen Handlungen und Verhaltensmuster, die unseren Alltag unmittelbar beeinflussen. Ein Großteil unserer Entscheidungen beruht auf unserem Unterbewusstsein, wie die Wissenschaft zeigt. Negative Glaubenssätze können zum Beispiel dazu führen, weniger gut mit Geld umzugehen, selten zu genießen oder ständig Geldsorgen nachzuhängen.

Junge Frau lächelnd am Tablet mit gutem Money Mindset

Das Umdenken hin zu positiven Affirmationen hilft, solche Blockaden abzuschütteln. Wer ein positives Geldbewusstsein pflegt, hat es leichter, sein Geld sinnvoll zu verwalten, zu sparen und sich gelassener um die eigenen Finanzen zu kümmern.

Genau wie die Verinnerlichung von positiven Glaubenssätzen funktioniert auch die Änderung von Gewohnheiten nicht von jetzt auf gleich. Es braucht Zeit und viele kleine Schritte, um ein Ziel zu erreichen.

Auf dem Weg zur Verbesserung des eigenen Money Mindsets und daraus entstehender Verhaltensweisen helfen zum Beispiel diese Maßnahmen:

  • Ziele definieren, die wir in Bezug auf die eigenen Finanzen erreichen möchten.
  • Achtsamkeit und Wertschätzung sich selbst gegenüber entwickeln und stärken.
  • Dankbarkeit empfinden für das, was wir haben.
  • Die eigene Finanzbildung verbessern und laufend pflegen.
  • Ordnung in die eigenen Finanzen bringen.

Wer sich positive Affirmationen und damit auch ein positives Money Mindset zugelegt hat, hat es leichter, die eigenen Finanzen zu organisieren. Denn mit einem optimistischen Blickwinkel macht das Ordnung schaffen gleich viel mehr Spaß!

Macht Geld glücklich?

Eigentlich wissen die meisten Menschen, dass Geld allein nicht glücklich macht – und trotzdem eifern viele dem ewigen Traum von Reichtum und Erfolg nach, im Glauben, dass dann alles gut wird. Dabei ist Geld nie die alleinige Lösung aller Probleme. Wer ständig zu wenig auf dem Konto hat, ist allerdings auch nicht wirklich zufrieden. Studien zeigen, dass ein höheres Einkomme tatsächlich das Glücksempfinden steigert, allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt – nämlich dem Punkt, an dem wir unsere Grundbedürfnisse zuverlässig und ohne ständige Geldsorgen erfüllen können. Darüber hinaus lassen sich die individuell empfundene Lebensqualität und Glücksgefühle kaum noch steigern, nur indem mehr Geld vorhanden ist.

Glücklich macht uns ab einem gewissen Punkt also nicht das Geld – sondern unsere Gedanken und unsere Einstellung dazu, also: Unser Money Mindset. Es liegt in unserer Hand, unser Denken zu verändern und so zu mehr Glücksempfinden beizutragen.

Money Mindset als Trend – und warum das gut ist

Dass sich immer mehr Menschen mit dem Thema Geld und ihrer inneren Einstellung dazu befassen, ist ein Trend, der unserer Gesellschaft guttut. Dabei geht es nicht nur um finanziellen Erfolg, Reichtum und Wohlstand, sondern vor allem um mehr Achtsamkeit und Freude am Thema Finanzen. Es geht darum, mit Spaß und einem guten Gefühl zu sparen, statt mit dem ständigen Empfinden von Einschränkung und Verzicht.

Wer seine eigenen Finanzen ordnet und Geld zurücklegt, schafft für sich das gute Gefühl, finanziell vorbereitet zu sein, sich etwas gönnen zu können und auch für die eigene Zukunft abgesichert zu sein. Vorsorge sollte nicht aus Angst passieren, sondern aus Überzeugung und dem Wissen, sich selbst damit etwas Gutes zu tun.

Das tragen wir zum finanziellen Glück bei

Wir helfen Menschen dabei, Ordnung in ihre Finanzen zu bringen und sich finanziell abzusichern – in 15 Ländern Europas.

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