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Wie funktioniert eigentlich die Börse?

Dass an der Börse mit Aktien gehandelt wird, ist den meisten bekannt. Aber im Regelfall hört hier das Finanzwissen auch schon auf. Dabei sind die Funktionsweisen der Börse relativ schnell erklärt.

 

Wie funktioniert eigentlich die Börse?

Börse, Wallstreet und Dax: Begriffe, die eigentlich jeder schon einmal gehört hat. Doch was genau dahinter steckt, wissen viele nicht. Mangelnde finanzielle Aufklärung und Unsicherheit sorgen dafür, dass nur wenige Menschen ihr Geld in Aktien anlegen. Auf lange Sicht verpassen sie dabei allerdings lukrative Chancen.

Die Börse ist eine Art Marktplatz. Hier kommen Käufer und Verkäufer zusammen, um mit Wertpapieren zu handeln. Quasi wie ein Wochenmarkt, nur, dass hier Aktien und Anleihen auf dem Einkaufszettel stehen. Heutzutage muss man dafür nicht einmal mehr das Haus verlassen: Mit Hilfe elektronischer Handelsplattformen wie Xetra laufen Kursberechnung, Kommunikation und Kaufabwicklung spielend einfach online ab.1

Mit dem Kauf einer Aktie kann man auf zweierlei Weise zu Geld kommen: Entweder man wartet darauf, dass der Kurs der Aktie steigt und verkauft diese dann gewinnbringend oder man behält seine Aktie und streicht eine Dividendenzahlung des Unternehmens ein. Aktionäre, die eine sogenannte Stammaktie gekauft haben, haben neben dem Dividendenanspruch sogar ein Mitspracherecht auf der Hauptversammlung eines Unternehmens. 

Warum steigen oder fallen die Kurse?

Unerfahrene Anleger haben oft das Gefühl, der Börse fehle es an jedweder Logik. Sie stehen ratlos vor den Aktienkursen und fragen sich, warum manche Aktien im Wert steigen und andere fallen. Dabei ist die Sache ganz einfach erklärt: Die Kurse steigen immer dann, wenn es mehr Käufer als Verkäufer gibt. Dieses Prinzip ist nicht neu und lässt sich eigentlich auch auf jedes andere Produkt übertragen. Ein Beispiel: Ist es im Sommer sehr heiß, wollen viele Menschen eine Klimaanlage kaufen. Das Angebot an diesen Geräten ist allerdings begrenzt. Aufgrund der hohen Nachfrage werden sie deswegen deutlich teurer. Klimaanlagen im Sommer machen Sinn, aber wie kommt es dazu, dass viele Menschen eine bestimmte Aktie kaufen wollen? Mit dem Wetter hat das wenig zu tun, viel mehr mit den Aussichten des jeweiligen Unternehmens. Bringt Apple beispielsweise ein neues iPhone heraus, ist es wahrscheinlich, dass damit hohe Gewinne eingefahren werden. Besitzt man eine Apple-Aktie, kann man also mit einer hohen Dividendenzahlung rechnen. Jetzt wollen natürlich viele Leute eine dieser Aktien erwerben – der Kurs steigt. Anders sieht es bei Unternehmenskrisen aus. Drohen einem Unternehmen hohe Verluste wie beispielsweise VW nach dem Abgasskandal fürchten sich Anleger davor, dass ihre Aktie an Wert verlieren wird. Deswegen wollen sie diese lieber loswerden. Allerdings ist die Nachfrage nach einer solchen Aktie nicht sehr hoch. Es gibt mehr Verkäufer als Käufer – der Kurs sinkt. Grundsätzlich gibt es bei jedem Aktienhandel eigentlich immer Optimisten, die auf den Erfolg eines Unternehmens und steigende Kurse hoffen und Pessimisten, die genau das Gegenteil erwarten.2

Wie funktioniert der Börsenhandel?

Privatanleger haben keinen direkten Zugang zur Börse, deswegen werden alle Käufe und Verkäufe mit Hilfe einer Bank oder eines Brokers getätigt. Der Broker wird dabei beauftragt, im Namen des Privatanlegers eine Aktie zu erwerben. Man sollte daher bei jedem Kauf und Verkauf beachten, dass eine anteilige Gebühr fällig wird. Darüber hinaus gibt es sogenannte Transaktionskosten, die glücklicherweise relativ gering ausfallen, weil alle Geschäfte reguliert und standardisiert ablaufen. Da die Preise an der Börse lediglich von Angebot und Nachfrage bestimmt werden, sind sie außerdem sehr transparent und nachvollziehbar. Um den reibungslosen Ablauf des Handels zu garantieren, wird die Börse durch staatliche Ämter und Handelsüberwachungsstellen beaufsichtigt. 

Hat man den richtigen Broker für sich gefunden, ist der nächste Schritt das Einrichten eines Depots. Das ist im Prinzip ein Konto, mit dem man seine Wertpapiere verwalten kann. Bevor man jedoch loslegt und Aktien kauft, sollte man sich gründlich mit den dahinterstehenden Unternehmen auseinandersetzen. Das erfordert einiges an Zeit und Hintergrundwissen. Einfacher ist das Investment in sogenannte Fonds. Dabei schmeißen mehrere Anleger ihr Geld zusammen und kaufen eine Sammlung verschiedener Aktien und Anleihen. Verliert eine Aktie an Wert, kann der steigende Kurs einer anderen Aktie diesen Verlust unter Umständen ausgleichen.3

1 xetra.com
2 aktien-handeln.info
3 brokervergleich.de
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